zwei Schmetterlinge

Raidho Healing Horses: Volles Bewusstsein macht das Pferd zum Partner – Modul 7

Vom Lehrer zum Partner

Das 7. Chakra, auch Scheitelchakra oder Kronenchakra genannt, ist das Tor zum höheren Selbst. Durch die Arbeit in diesem Energiezentrum erlangen wir volles Bewusstsein in unserem Denken, Wollen, Fühlen und Handeln. In dieser Phase ist das Pferd nicht länger Lehrer und Spiegel zur Verbesserung unserer Eigenschaften! Es wird zum frPartner Pferdeundlichen Partner, der uns als Führungsperson und Bezugspunkt anerkennt.

Das Scheitelchakra gilt als die Brücke zur geistigen Welt. Es umfasst das gesamte Spektrum der Eigenschaften und Möglichkeiten des Menschen! Die höchsten Ziele aller großen Religionen – Einheit und Verbundenheit mit der Schöpfung, innerer Friede, Vergebung, Selbstverwirklichung und Gotteserkenntnis – werden mit seiner Aktivierung erfüllt. Dieser Mensch hat sogenanntes geistiges Eigenlicht!

Die drei Kategorien von Menschen

Auf dem Weg zum vollen Bewusstsein beleuchten wir ja auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Diese Reflexion wird uns immer wieder begleiten, wenn wir neue Menschen bzw. bislang unbekannte Charakterzüge an Bekannten kennenlernen! Stets aufs  Neue dürfen wir uns dann fragen, aus welchem Grund wir den einen ansprechend finden und den anderen weniger! Warum ein lieber Bekannter mit seiner Art und Weise, wie er sich in einer Situation verhält, Unmut oder euphorische Zustimmung bei uns auslöst? Die Philosophie hinter Raidho liefert hierfür vielleicht einen Ansatz, der uns zumindest vor dem vorschnellen Bewerten anderer bewahrt!

Demnach lassen sich die Menschen in drei  Gruppen einteilen: Leib-Menschen, Leib-Seele-Menschen und Leib-Seele-Geist-Menschen!Leib Seele Geist

Die Leib-Menschen leben nur um ihre irdischen Neigungen zu befriedigen. Ihre seelischen Neigungen erschließen sich Ihnen nicht, Belange anderer ignorieren sie und finden es absolut abstrus, Tieren emotionale und geistige Fähigkeiten zuzugestehen.

Ein Leib-Seele-Mensch fühlt seine seelischen Neigungen und möchte diese auch in sein Leben integrieren. Ihm sind die Empfindungen seiner Umwelt wichtig. Zuneigung und Hilfsbereitschaft gegenüber anderen bewegen ihn, seine körperlichen Neigungen zurückzustellen.

Der Leib-Seele-Geist-Mensch hat sich die spirituelle Kraft des 7. Chakras erschlossen!  Dadurch kann er wahre Werke der Liebe schaffen! Arbeitet ein solcher Mensch mit einem Pferd, so arbeiten wahre Partner miteinander: Der Mensch gibt dem Tier die gewünschte Führung und kann umgekehrt auf dessen zuverlässige Mitarbeit bauen!

Bezugspunkt sein

Der erste und zugleich wichtigste Schritt, um zum Bezugspunkt für unsere Umwelt zu werden und damit wahre Führungsqualität zu erlangen, ist, dass wir uns diesen Anspruch bewusst machen! Solange wir nämlich über unsere Gedanken, unseren Willen, das Fühlen und das Handeln nicht eindeutig ausdrücken, dass wir das Regiment in unserem Leben führen, können wir für unsere Umwelt auch keine Führungsperson sein! Die Mitmenschen lassen sich eventuell noch von hohlen Phrasen beeindrucken, aber Tiere, die unsere Energiebild wahrnehmen, können wir nicht täuschen.

Stellen wir ihnen gegenüber den Führungsanspruch ohne die entsprechende energetische Verfassung, sind Stress und Frust quasi vorprogrammiert! Diese Unstimmigkeit in der “Gesamtaussage” verunsichert das Tier! Es reagiert respektlos, unkonzentriert oder unmotiviert.

Bei allen Lehren über den Umgang mit Pferden geht es letztlich um Bewusst-werden und Bewusstsein! Nur so wird eine echte Beziehung zu den Tieren möglich. Im Alltag erschließen wir uns durch volles Bewusstsein unsere Talente und Fähigkeiten. Dadurch werden wir frei und können ganz authentisch und selbstbestimmt leben.

Durch Bewusstsein wird alles möglich

Zur AktiviGeisterung des Scheitelchakras gibt es keine bestimmten Übungen mit dem Pferd. Durch unser völlig bewusstes Handeln, können wir kreativ werden und unser Tun erhält die neue Qualität der Präsenz! Natürlich kann es uns passieren, dass wir doch mal wieder ins Denken verfallen. Dann werden unsere Anweisungen und Einladungen keine Wirkung beim Pferd haben.Und wir dürfen gerne etwas mehr Bewusst-sein!!

Buchtipps zum Thema:

 

   

 

 

 

 

Kuh, Ohr

Raidho Healing Horses: Intuition – das Navigationssystem in unserer Seele – Modul 6

Das Stirn-Chakra = Auge der Seele

Das Stirn-Chakra wird auch “Drittes Auge” oder Auge der Seele“Auge der Seele” genannt. In der asiatischen Lehre wird das Sehen mit dem dritten Auge, also mit dem “Verstand der Seele” sehr betont. Es ist in etwa gleichzusetzen mit dem, was wir  in der westlichen Welt unter Intuition verstehen!  Die Fantasie, das Gedächtnis, die geistige Klarheit, die Selbsterkenntnis und die Wahrnehmung in jeglicher Form werden ebenfalls dem Stirn-Chakra (= 6. Chakra) zugeordnet. 

Die innere Stimme: Das hilfreiche Flüstern der Seele im täglichen Lärm

OhrWie wichtig Zuhören ist, haben wir im Beitrag zum 5. Chakra erfahren. Diese Fähigkeit wird nun noch wichtiger für uns, da wir nur durch gutes Zu- und Hinhören unsere innere Stimme im Lärm des Alltags überhaupt wahrnehmen. Leider sind nämlich die Stimmen anderer Menschen und die unserer unerlösten Teilpersönlichkeiten im Vergleich zu ihr die reinsten Schreihälse! Wenn wir uns die Mühe machen, genau hinzuhören, die verschiedenen Stimmen in uns einzuordnen und zu selektieren, werden wir bald sehen, dass auf die innere Stimme Verlass ist. Sie möchte uns leiten und führen, damit wir im richtigen Moment das Richtige tun können!  

Zu strenge Planung untergräbt jegliche Intuition

Kennen Sie das: Sie haben einen ganz konkreten Plan und haben sich jeden einzelnen Schritt genau überlegt um ihn zu realisieren. Das kann nur gut werden und alle werden begeistert sein, weil schließlich haben Sie ja so viel Hirnschmalz darauf verwendet, alles zu planen! Und was passiert? Zunächst ist alles wunderbar: Unser Gegenüber, sei es nun Mensch oder Tier, macht prima mit und ist von den neuen Ideen ganz angetan. Je  länger und intensiver wir jedoch unseren Plan streng weiterverfolgen, umso gelangweilter oder hektischer wird unser Partner. In jedem Fall wird die Zusammenarbeit immer schwieriger! Wir selbst sind dann frustriert und die Situation schaukelt sich im Extremfall so weit auf, dass keiner mehr Lust hat, mit dem Anderen zu arbeiten. Was ist passiert? Wir sind zu sehr unserem Verstand und zu wenig unserer Intuition gefolgt! Der Verstand erfasst allerdings nur einen sehr kleinen Teil der gesamten Realität. Verlassen wir uns ausschließlich auf ihn, schränken wir uns also massiv selbst ein!

Wie wir die Intuition “zu Wort kommen lassen” können

Auch wenn es am Anfang schwierig ist, versuchen wir inne zu halten und ruhig zu werden. Wir lassen unser Gegenüber auf uns wirken! Welchen Eindruck macht der Mensch oder  das Tier auf uns? Vergessen Sie alle Lektionen und Handlungsmuster, die Sie in der Vergangenheit angewendet haben! Versuchen Sie die Gemütslage des Partners zu erspüren. Woran könnte er jetzt gerade Freude haben? Wenn Sie nicht augenblicklich eine “Antwort” bekommen, seien Sie bitte geduldig mit sich, dem Anderen und dieser völlig neuen Situation! Ihr Gegenüber ist auch in Muster eingefahren! Es muss erst einmal realisieren, dass Sie nun einen ganz anderen Ansatz verfolgen, Ihren ursprünglichen Plan hintenanstellen und ihm “zuhören”! Auch während der weiteren Arbeit hören wir immer auf die Stimme unserer Seele in uns! Kommen wir nicht weiter, so warten wir ebenfalls ruhig ab, bis die nächste Intuition kommt. Obwohl es rational nicht zu erklären ist, kommen auf diese Weise immer Lösungsansätze und Handlungsoptionen zu uns! Haben wir erst einmal Vertrauen in die Methode, wählen wir Mittel und Wege, die unser Verstand kategorisch ausgeschlossen hätte.

Das Empfinden tritt vor Muster und Arbeitstechniken

Beim Üben mit dem Pferd bedienen wir uns nicht länger irgendwelcher Handlungsmuster und Arbeitstechniken. Wir haben dieses Wissen zwar im Hinterkopf, stellen unser Empfinden aber davor! Nur die Grundregel “Wer bewegt wen?” besteht weiterhin! So lernen wir in den Übungen, die innere Stimme immer besser wahrzunehmen. Dadurch verfeinert sich unsere intuitive Fähigkeit weiter und wir können sie auch immer mehr in unserem Alltag einsetzen. Potenziale, die jahrelang ungenutzt in uns schlummerten, bekommen nun endlich die Chance, sichtbar zu werden!

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Raidho, 5. Chakra, kommunizieren

Raidho Healing Horses: Kennst und lebst Du Deine Wahrheit? – Modul 5

Evolution und Entwicklung des Geistes

Alle Mineralien, Pflanzen, Tiere und auch der Mensch mit Körper und Seele sind aus den gleichen Feinstoffen aufgebaut! “Feinstoff” hat dabei die Bedeutung von Eigenschaft oder Fähigkeit! Es gibt weniger ausdifferenzierte (“gröbere”) Feinstoffe, welche die Körper von Pflanzen, Tieren und Menschen bilden. Dem gegenüber stehen hochsensible, sehr ausdifferenzierte Substanzen, die Seelen bzw. Instinkte formen. Wir dürfen uns also jeden Instinkt als eine Art “Behälter”, der mit bestimmten Eigenschaften gefüllt ist, vorstellen. PulverDas Wesen, dem dieser Instinkt innewohnt, kann daran nichts ändern! Vielmehr reifen die Eigenschaften durch das Leben in einer Gattung. Stirbt das Wesen, werden die Eigenschaften und Fähigkeiten wieder “frei” und können sich mit anderen “gestärkten” Eigenschaften in einer höheren Gattung neu kombinieren. Auf diese Weise dauert eine Weiterentwicklung sehr lange! Die  höchste Stufe der natürlichen Evolution ist der Mensch! Jedoch ist auch auf dieser Stufe noch eine Weiterentwicklung möglich: Diese führt vom “zweidimensionalen” Leib-Seele-Wesen zum “dreidimensionalen” Leib-Seele-Geist-Wesen! Der Weg aus dem Unbewussten durch Willen  und Verstand zur Bewusstheit zu gelangen, steht alleine dem Menschen offen! 

Kehrseite dieser Medaille ist allerdings, dass wir uns auch genau so frei gegen diese göttliche Ordnung entscheiden können! Unsere Evolution aus dem Tierreich hält uns die Möglichkeit offen, mit den hochentwickelten Säugetiere ohne Worte zu kommunizieren. Dazu müssen wir nach und nach unsere Chakren stärken und in Ordnung bringen, um so dann Teil der göttlichen Ordnung zu sein.

Marotten unserer Tiere als Spiegelbild unserer Fähigkeit zur Kommunikation

Viele Tiere, besonders Pferde, erschrecken vor allem Möglichen. Die Arbeit mit ihnen wird dadurch sehr anspruchsvoll, manchmal sogar gefährlich. Betrachten wir dieses Verhalten aber doch mal weniger als Marotte und viel mehr als Spiegelbild unseres Verhaltens oder den Versuch, uns auf einen Missstand aufmerksam zu machen! Wie kommunizieren wir denn mit dem Tier? Meinen wir es wirklich ernst mit dem, was wir von ihm verlangen? Oder befehlen wir nur mit Worten und unser Kopf ist ganz woanders? Sind wir eindeutig und beharrlich genug in unserer Gesamtaussage? Oder spürt das Tier, dass es nur lange genug nicht reagieren muss, damit wir aufgeben? Unsere Forderung wird damit zur netten Option degradiert, der das Tier nach Belieben folgt oder nicht!

SicherheitIm Umgang mit Pferden ist die oberste Wahrheit: “Ich, der Mensch, kann Dir, Pferd, Sicherheit geben!” Kommunizieren wir das allerdings durch unsere energetische Ausstrahlung nicht glaubhaft, wird ein ängstliches, nervöses Pferd noch schreckhafter. Vermutlich werden wir dann auch in unserem täglichen Leben nicht so wahrgenommen, wie wir gerne möchten. Wie können wir das ändern? Der erste und zugleich wichtigste Schritt ist, dass wir uns unserer persönlichen “Wahrheit” bewusst werden! In vier Schritten kommen wir diesem inneren Schatz auf die Spur: 

  1. Akzeptieren Sie das, was momentan ist
  2. Erkennen Sie Ihre tiefsten Wünsche
  3. Geben Sie diesen Wünschen Raum, denn dadurch werden Talente sichtbar, die Sie bisher nicht kannten
  4. Überprüfen Sie, ob Sie das, was Sie sich wünschen, wirklich wollen

Wir kommunizieren immer!

Bereits ganz am Anfang hatten wir gesagt, dass nur 7% der Kommunikation mit Worten erfolgt, die übrigen 93% verteilen sich auf verschiedene nonverbale Ebenen, die uns zum größten Teil unbewusst sind. Worte haben also – entgegen der gängigen Einschätzung- ein sehr geringes Gewicht, unser “energetischer Ausdruck” ist viel entscheidender! Das gilt übrigens nicht nur in Mensch-Tier-Beziehungen, sondern auch in Mensch-Mensch-Beziehungen! Denken wir diesen Gedanken konsequent weiter, ist es also unmöglich, nicht zu kommunizieren!

KommunikationUnsere Kommunikation umfasst Worte, Gedanken, Gefühle, unsere Erwartungen, unseren gesamten Körperausdruck, unsere gesamte Wahrnehmung und im besonderen Maß unsere Art zuzuhören! Denn wirklich zuhören, bedeutet den anderen mit all unserem Sein aufzunehmen.  Das hört sich einfach an, aber achten Sie in Ihrem nächsten Gespräch mal darauf, wie viele Stimmen in Ihnen das Gehörte bewerten, Antworten, Lösungen und Ratschläge einflüstern und trotz der Unterhaltung Ihre eigenen Gedanken “weiterbearbeiten”. Die Kunst des wirklichen Zuhörens ist, diese Stimmen zum Schweigen zu bringen und innerlich leer und still zu werden! Lassen wir das “Gequatsche” nämlich zu, sind wir ausschließlich bei uns selbst!

Das wirkliche und umfassende Zuhören ist auch für die Arbeit mit dem Pferd wichtig: Geben wir ihm vor der Übungsstunde die Möglichkeit, uns durch seinen gesamten Ausdruck seine Verfassung mitzuteilen, können wir das Training und die Übungen darauf anpassen. Auf diese Weise werden beide Seiten Freude an der gemeinsamen Arbeit haben!

Das ganze Leben nur ein Theater? Unbewusstes Rollenspiel oder Authentizität- wir dürfen uns entscheiden

Wenn konditionierte Energien in uns die Oberhand haben, schlüpfen wir meist unbemerkt in Rollen. Je nach Situation mimen wir dann das Opfer, den Retter, den Unnahbaren oder den Verfolger bzw. Einschüchterer. Dieses Rollenspiel verhindert, dass wir aus unserer authentischen Seins-Ebene heraus leben. Es gibt zwei Rollenpaare: So ziehen  Opfer und Retter einander  genauso “magisch” an wie  Unnahbarer und Verfolger! Wir sprechen  hier allerdings nicht von wahrer Zuneigung, sondern von einem  Bedürfnis nach Ergänzung, um die jeweils eigene Rolle noch besser spielen zu können.

Davon können wir uns nur befreien, wenn wir in unsere Mitte gehen und bewusst die Fäden unseres Lebens in die Hand nehmen. Lassen wir uns bewusst darauf ein, das Leben  zu erfühlen, bekommen wir mehr mit und müssen keine Rollen mehr spielen. Unter Menschen, die ein Stück dieses Weges gegangen sind, gibt es weder Wertung noch Rollenspiele, sondern nur “sein”. Solche freien und authentischen Menschen müssen nicht bei zwischenmenschlichen Dramen mitspielen. Ihre neue  Art der Energie birgt vielmehr die Möglichkeit, Klarheit und Sanftmut in die Welt zu bringen.

Auch Pferde lieben diese Energie an uns. Wir sollen sie leben, wenn wir mit Menschen oder Tieren kommunizieren. Sie verhindert außerdem, dass wir Teil von zwischenmenschlichen Dramen werden und ermöglichen  uns ein Leben in Freude, Fülle, Gesundheit und Glück.

Pferde decken Rollenspiele auf

Da Rollen nichts anderes als zusammengefügte Pakete konditionierter Energie sind, können Pferde uns genau zeigen, ob wir gerade “schauspielern” oder nicht. Sie reagieren fast schon allergisch auf konditionierte Energie, wie wir bereits bei der Bearbeitung der vorhergehenden Chakren festgestellt haben! Wenn sich unsere Mitmenschen auch von unsere perfekten Inszenierung täuschen lassen, das Pferd ist unbestechlich und reagiert auf die konditionierte Energie! Diese Spiegelung werden wir sicher nicht vergessen! Wir bekommen dadurch die Chance, zukünftig besser wahrnehmen zu können, wenn uns äußere Gegebenheiten und Situationen wieder in Rollen hineindrängen möchten. Damit haben wir auch die Möglichkeit zur bewussten Entscheidung!

Liebe und Weisheit- die zwei höchsten Qualitäten

Die  Kombination von Liebe und Weisheit ist der  Schlüssel zur gewaltfreien Kommunikation und für ein wirkliches Miteinander. Sei es nun im Umgang  mit Menschen oder mit Tieren! Liebe in der Pferdearbeit bedeutet Sanftmut, Weisheit  wird mit Klarheit “übersetzt”. Wichtig ist, dass die beiden QualitätenSanftmut und Weisheit zusammen wirken! Sanftmut alleine würde ausgenutzt, Klarheit ohne Liebe bzw. Sanftmut wäre hart und kalt! Ein  Mensch, der beides umsetzen kann, wird vom Pferd als potentieller Anführer anerkannt. Keine Form der physischen Kraft bewirkt, dass sich ein so starkes Wesen wie ein Pferd so willig fügt! Es folgt der Sanftmut und Klarheit ganz natürlich und kann sich unter ihrem Schutz sogar weiterentwickeln.

Praktische Umsetzung

Um dem Pferd zeigen und kommunizieren zu können “Du brauchst keine Angst haben, solange ich bei Dir bin, kannst Du unbesorgt  und ruhig bleiben!”, konfrontieren wir es mit Situationen und Gegenständen, die es als “eventuell gefährlich” einstufen wird. Konkret heißt das: Das Tier soll über eine Plane gehen oder ein Regenschirm wird neben ihm aufgespannt. Fähnchen oder Aluminiumstreifen flattern und knistern im Wind.

Je nach Reaktion des Pferdes  bekommt der Übende einen Eindruck von der Qualität seiner inneren Energie und seiner Kommunikation! Denn oft denken wir, wir würden auf unser Umfeld ruhig, gelassen und sicher wirken. Dabei ist das Gegenteil der Fall! Das Üben mit dem Pferd kann uns dabei helfen, auch im Alltag mehr und mehr stimmig, klar und eindeutig  zu werden.

Pferde sind mit ihrer starken Yin-Kraft ein Gegenpol zu unserer Gesellschaft, die  in der Yang-Kraft erstarrt. Sie können uns helfen, selbst wieder ausgeglichen zu sein und dem weiblichen Anteil in jedem von uns wieder zu einem angemessenen Stellenwert verhelfen.

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Herzpferd

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4. Chakra: Das Herz ist die Brücke zwischen Erde und Himmel

Vom bereits herbstlichen Deutschland über die schon verschneiten Berge Österreichs kamen wir geradewegs zurück in den Sommer: Sonne satt im Oktober! Genauso erwärmend für Körper, Geist und Seele waren die Seminartage bei Alexandra Rieger!

4. Chakra: Brücke zur VergebungDie ersten beiden Tagen beschäftigten wir uns mit dem 4. Chakra, dem Herzchakra. Es ist das Zentrum der bedingungslosen, selbstlosen Liebe, der Dankbarkeit und des Mitgefühls. Die Arbeit mit dem ersten, zweiten und dritten Chakra ordnet uns innerlich soweit, dass sich im Herz nun der Geist der göttlichen Ordnung ausdrücken kann! Voraussetzung für den nächsten Schritt ist also: Verwurzelt sein, frei von unbewussten Emotionen sein und in der Power Position sein. Auf dieser Basis lernen wir, jedwede Situation zu akzeptieren! Mit der Kraft der Herzordnung schaffen wir es sogar, für nachteilige Ereignisse Zuwendung und Verständnis aufzubringen! Die Technik der Herzatmung, welche die Energie aus Himmel und Erde zusammenführt, unterstützt uns dabei!

Zuerst den eigenen “Schmerzrucksack” ablegen Schmerzrucksack

Immer wieder schleppen wir ungelöste Probleme mit uns herum. Es fällt uns schwer, die Verursacher dieses Schmerzkörpers zu identifizieren und wenn wir sie tatsächlich kennen, tun wir uns doch meistens recht schwer, ihnen zu vergeben. Lieber wechseln wir in die Rolle des Opfers! Doch Heilung und das tatsächliche Ablegen des Schmerzrucksacks wird erst durch Vergebung möglich!

Das Pferd ist uns dabei wieder eine große Hilfe: Durch seine starke Präsenz  und Harmonie hält es uns quasi den Spiegel vor. Es zeigt uns, wie wahre Gegenwärtigkeit aussieht und uns wird bewusst, wo wir unharmonisch und gefesselt sind.

Innere Ordnung schafft äußere Ordnung

Unsere Wurzeln aus dem ersten Chakra zentrieren uns und machen uns standfest. Wir können dadurch sowohl innerlich wie äußerlich Grenzen setzen. Durch die Arbeit im zweiten Chakra wird es möglich, Verspannungen auf allen Ebenen zu entlassen und die maximale Gelöstheit zu erlangen. Das dritte Chakra gibt uns die Stärke, unsere persönliche Macht und Kraft in Anspruch zu nehmen. Die Power Position drückt diese gewonnene Aufrichtigkeit bildlich aus.

Der nächste Schritt auf dem Weg zum höheren Bewusstsein ist, die aktuelle Situation- egal wie sie ist und mit allen noch so kleinen Details- zu akzeptieren. Mehr noch: Sie anzunehmen! Der Satz “Es ist wie es ist” ist mir in diesem Zusammenhang zum treuen Begleiter geworden. Er ist meine “Bremse”, die das geistig-emotionale Bewerten stoppt! Denn wenn wir uns aktiv gegen eine Situation wehren, sie ablehnen oder sogar unsere Ablehnung und unseren Hass gegen uns selbst richten, liegt unsere gesamte Aufmerksamkeit auf dieser Ablehnung! Das Negative erhält somit eine stärkere Gewichtung und zieht Energie ab.

Mädchen und PonyWenn wir die Situation einfach akzeptieren, ist sie nicht länger negativ belegt! Wir nehmen der Negativität auf diese Weise ihren Nährboden und können uns – mit sehr viel Geduld und strenger Beobachtung – immer mehr von unserem Schmerzkörper befreien. Es ist der Weg der vielen kleinen und kleinsten Schritte, der sehr viel Ernsthaftigkeit verlangt. Doch mit jedem Schritt legen wir mehr unseres wahren Potenzials frei. Wir schaffen in uns Raum für uns selbst und dürfen uns entfalten! Denken, wollen, fühlen und handeln sind in sich stimmig: Ich denke und was ich denke, das will ich und was ich will, das fühle ich und was ich fühle, danach handle ich!!! So wird unser Handeln stark und souverän. In diesem Zustand empfinden wir die Gemeinschaft mit dem Pferd als wohltuend, vielleicht sogar magisch!

Oftmals denken wir allerdings etwas anderes als wir wollen und fühlen noch einmal etwas anderes! Als Ergebnis ist unser Handeln völlig kraftlos. Ein solches energetisches Chaos ist für ein Pferd schwierig bis unerträglich.

Herzatmung: Mit der Kraft der zwei Energieströme

Über unsere Wurzeln atmen wir die haltende Energie der Erde ein. Sie steigt durch das zweite und dritte Chakra hinauf bis ins Herz. Über das siebte Chakra, am höchsten Punkt unseres Scheitels, atmen wir dazu die Energie des Himmels ein. Beide Energieströme treffen sich im Herz! Beim Ausatmen fließen sie von dort über unsere Arme in die Hände und durch unsere Beine in unsere Wurzeln.  Über die Hände können wir diese Energie in unsere Außenlebenssphäre lenken! Unser ganzes Sein wird von der Herzenergie erfüllt und strahlt! Darauf wird auch unsere Umwelt reagieren: Erfahrungsgemäß wird die neue Qualität der Ausstrahlung überwiegend als sehr entspannend und erholsam empfunden. Diese – unsere – heilsame Wirkung dürfen wir natürlich auch erfolgreich nutzen.

Dadurch, dass gleichzeitig auch ein Teil der Energie über unsere Wurzeln in die Erde strömt, haben wir nun auch endlich eine Möglichkeit, Mutter Erde etwas zurückzugeben. Das ist ebenfalls eine wunderschöne, sehr bereichernde Erfahrung! 

Das 4. Chakra oder auch Herzchakra ist die Schnittstelle zwischen den physisch, materiellen, pragmatisch natürlichen Themen der ersten drei Chakren und der spirituell-geistigen Ausrichtung und Entwicklung, welche die Themen der Chakren fünf bis sieben sind.

Nicht reagieren= Vergebung= Heilung

Bindungen, die durch Streit, Beleidigungen, Missverständnisse oder gar bewusst oder unbewusst zugefügte seelische Verletzungen entstehen, sind sehr belastend. Nehmen Sie sich die Zeit und gehen Sie gedanklich in eine solche Situation zurück! Irgendetwas davon ist geblieben, stimmt’s? Wenn das Szenario schon länger her ist, können Sie das schon daran festmachen, dass Sie sich noch daran erinnern! KetteDas wir da verletzt wurden, ist uns meist ebenso wenig bewusst, wie dass wir eventuell andere verletzt haben!!! Diese Geschehnisse verdrängen wir nahezu automatisch ins Unterbewusstsein. Für das weitere geistig-spirituelle Wachstum ist es nötig, diese Seelenanteile zu finden und  zu vergeben. Die Pferde helfen uns dabei!

Der Prozess des Loslösens

In der Interaktion mit Pferden – oft reicht auch schon das aufmerksame Betrachten einer Herde – entstehen in uns ganz persönliche Assoziationen. Ein Pferd erinnert den Übenden durch sein “Sein” an eine Person oder eine bestimmte Gruppe von Personen.

Diese Person oder – bei einer Gruppe – den Vertreter der Gruppe, der als erster in den Sinn kommt, soll der Übende visualisieren und sie gedanklich vor sich hinstellen. Der Begleiter erinnert den Übenden, sich ganz tief zu verwurzeln, auf alle aufkommenden Empfindungen zu achten und diese genau zu beschreiben. Besondere Aufmerksamkeit liegt auf der Bindung zwischen dem Übenden und der visualisierten Person! Durch das geistige “Hinsehen” wird dem Übenden die Bindung sichtbar. Er kann erkennen, wo die Bindung bei ihm und bei der visualisierten Person andockt und aus welchem Material sie besteht. Möchte er diese Bindung lösen? Falls “ja”, darf der Übende sich vor seinem geistigen Auge das Werkzeug erschaffen, das er zum Lösen der Bindung braucht. Der Begleiter bringt ihm auch nochmal in Erinnerung, dass er die Lösung nicht alleine vollbringen muss. Jeder Zeit besteht die Möglichkeit, den Höchsten nebst alle seinen Helfern um Unterstützung zu bitten.

Aufgabe der Trainers ist, während des ganzen Prozesses die neutrale Position zu halten und ihn mit der Herzatmung und den Worten, die ihm seine Intuition gibt, zu unterstützen. Auch als Begleiter dürfen wir die Hilfe des Höchsten erbitten!

Ist die Bindung gelöst, fordern wir den Übenden auf, dem visualisierten Gegenüber  und wenn nötig auch sich selbst zu vergeben und um den Segen für den anderen und sich zu bitten. Vielleicht hat er dem Gegenüber auch noch etwas zu sagen. Dann soll auch das geschehen. Doch dann darf der Visualisierte in Frieden gehen! 

4. Chakra mit dem Pferd: Freie Arbeit aus der Mutterstutenposition

Stute mit FohlenZur Aktivierung des 4. Chakra arbeiten wir an der Seite des Pferdes in Höhe seiner Schulter (= Mutterstutenposition). Unsere Kommunikationsmittel sind lediglich Gerte* oder Stick*, welche als Verlängerung unseres Armes dient, und unsere Körpersprache. In jedem Moment kann das Pferd entscheiden, ob es an unserer Seite bleibt oder seinen eigenen Weg gehen möchte! In dieser Freiarbeit wird deutlich, welche Energie wir tatsächlich ausstrahlen: Sind wir klar, sanft, heiter und innerlich geordnet, wird das Pferd bei uns bleiben. Nimmt das Tier allerdings Spannung, Unklarheit, Verwirrung oder Chaos in uns wahr, so wird es sich abwenden.

4. Chakra: Fragen, die Sie für sich beantworten sollten

Mit der Bearbeitung des 4. Chakra’s haben wir den Sprung  von den rein physischen Belangen der ersten drei Chakren zu den “Herzqualitäten” MitgefühlWarmherzigkeit und Sanftmut geschafft. Damit sind wir am Übergang zu den himmlischen Energien. An dieser Schwelle wird es Zeit, sich selbst einige tiefgreifende Fragen zu stellen und die ganz persönlichen Antworten darauf zu finden. Ich lade Sie herzlich ein, sich ernsthaft mit den folgenden Fragen zu befassen! Es wird einige Zeit erfordern und das Ergebnis wird Sie vielleicht in manchem Punkt überraschen! Ihr persönlicher Gewinn ist jedoch riesig. Hier sind die Fragen:

  • Wen bewundere ich am meisten? Welche 3 Aspekte bewundere ich am meisten an dieser Person? Diese Eigenschaften liegen auch in Ihnen! Sie können aus dem “Er oder sie ist…” also getrost “Ich bin…” machen!
  • Was ist mein “Warum”? Warum muss ich meine Aufgabe finden und erfüllen? Seine Antwort auf diese Frage zu kennen, kommt einer Erleuchtung gleich. Also suchen Sie sie! Denn erst wenn Ihre Aufgabe klar ist und sie diese Aufgabe tun, kann sich wahres Glück einstellen!

Danke fürs lesen meines Berichts zum 4. Chakra. Viel Freude mit Ihren nächsten Erkenntnissen und Schritten auf dem Weg zu sich selbst. Demnächst erfahren Sie von mir, was wir im 5. Chakra lernen durften. 

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Worauf wir unsere Aufmerksamkeit  legen, dorthin fließt unsere Energie

Pünktlich zum Sommerurlaub möchte ich Euch weitere Impulse von Raidho Healing Horses weitergeben. Im Modul 3 haben wir uns mit dem Nabelchakra, der Quelle der Willens- und Durchsetzungskraft, beschäftigt. Wäre es nicht traumhaft schön, wir könnten ganz ohne Worte und Taten andere dazu bringen, nach unseren Wünschen zu handeln? Das ist möglich! Dazu müssen wir zunächst die Kraft und Macht in uns kennen, sie zu bündeln und zu senden lernen. Das Pferd ist uns auch hier wieder ein phantastischer Partner und Lehrer: Es kommt unserer Bitte nur nach, wenn wir maximal körperlich und seelisch gelöst sind und positive Energie in seine Außenlebenssphäre schicken! 

AufmerksamkeitEs ist ein alter Hut: Worauf wir unsere Aufmerksamkeit legen, dorthin fließt unsere Energie! Theoretisch kennen wir diese Weisheit alle, doch was das praktisch heißt und dass wir oft längst nicht so fokussiert sind wie wir meinen, zeigt uns unser Partner Pferd! Es folgt unseren Energien wenn diese klar und eindeutig sind. Fällt das Energiefeld jedoch zusammen oder wird gar nicht erst zielgerichtet aufgebaut, weil unser Wunsch auf der Ebene des Denkens “stecken geblieben” ist, kann das Tier uns nicht verstehen. Wir müssen also die Sprache der Seele “sprechen”: In Bildern, Gefühlen und klaren Energien kommunizieren! Zum Denken auch das Wollen, Fühlen und Handeln in die gleiche Richtung aktivieren! Da die Dynamiken im Alltag recht ähnlich sind, funktioniert diese Art der Fokussierung bei der Realisierung jeglicher Wünsche und Ziele!

Dazu müssen wir zuerst unsere Wünsche kennen, wie wir es in Modul 2 gelernt haben. Dann schaffen wir uns auf geistiger Ebene  ein klares Bild “wie es sein soll”. Das hört sich ziemlich lapidar an, aber es ist so: Klar gefasste Gedanken, angefüllt mit guter und starker Energie, wollen Wirklichkeit werden! Und sie werden es auch, wenn der Empfänger dieser Gedanken die Fähigkeiten hat, sie zu realisieren! Natürlich klappt das nicht unbedingt beim ersten Mal. Große, komplexe WWunschünsche und innere Bilder verlangen einen starken Fokus und damit unsere Disziplin: Mindestens zwei Mal täglich sollten wir uns in dieses geistig gefasste Bild einleben, damit es Wirklichkeit werden kann! Hilfreich ist dabei die Leinwandtechnik.

Leinwandtechnik: Ich zeig’ mir meinen Film

Wir schließen die Augen und zählen langsam rückwärts von 10 bis 1. Bei 1 angekommen stellen wir uns einen Ort der Entspannung vor, an dem wir uns sicher und geborgen fühlen. Dort errichten wir vor unserem geistigen Auge eine Leinwand und nehmen gedanklich auf einem Stuhl oder Sessel  davor Platz. Auf dieser Leinwand sehen wir, ähnlich wie im Kino, unseren Wunsch in bereits erfüllter Form. Je besser und detailgenauer wir uns in diesen “Film” einleben können, um so mehr entstehen positive Gefühle: Die Freude über die Realisierung des Wunsches! So leben wir unsere Wunscherfüllung und stärken damit unseren Fokus! Der Wunsch realisiert sich somit auch schnell in der Wirklichkeit, denn das Leben ist bestrebt, unsere klaren Energien umzusetzen! Wir beenden die Übung indem wir die Augen öffnen und ins Hier und Jetzt zurückkommen.

Die Leinwandtechnik funktioniert am besten am Morgen, gleich nach dem Aufwachen und am Abend kurz  vor dem Einschlafen, weil zu diesen beiden Zeitpunkten das Unterbewusstsein am meisten aufnehmen kann. Durch ein wenig Zeit am Morgen und am Abend werden unsere Wünsche festgelegt und gefestigt!

Maximale Konzentration, Aufmerksamkeit und Liebe für aktuelle Aufgaben

Für den Rest des Tages lassen wir den Wunsch los! Wir denken nicht mehr an ihn, sondern erfüllen unsere Aufgaben mit maximaler Konzentration, Aufmerksamkeit und Liebe! Gedanken, die im Widerspruch zu unserem Ziel stehen, korrigieren wir indem wir inne halten und unseren Fokus wieder bewusst auf das Ziel ausrichten. Denn wenn wir uns vom Ziel ablenken lassen, verlieren wir den Fokus und der Energiestrom zerfließt oder bricht zusammen. Den Fokus halten ist somit elementar für die Festigung und Realisierung der Wünsche! 

In der geistigen Welt bedeutet Denken Erschaffen, in materiellen Welt braucht die Umsetzung Zeit! Durch konsequente Fokussierung und ein ganz bewusstes Leben im Hier und Jetzt können wir die Brücke schlagen. Daher sollten wir uns definierte Zeitfenster für unsere Wünsche nehmen, ansonsten aber mit voller Akzeptanz und Liebe die Aufgaben erfüllen, die uns gestellt werden.

“Wer bewegt wen?”

In der Arbeit mit dem Pferd wird Ziellosigkeit deutlich sichtbar: Bewegt sich das Pferd nicht oder nur mit großer Anstrengung, stellt sich die Frage “Wer bewegt wen?”. Pferde wollen in jedem Moment wissen, wer der Chef ist! Darum sollten wir peinlichst darauf achten, dass immer das Pferd zuerst in Bewegung kommt  und dann erst wir selbst! Das Pferd legt es geradezu darauf an, dass wir die ersten Schritte machen! Je ranghöher unser Partner innerhalb der Herde ist, umso stärker möchte er uns in die Bewegung drängen! Gelingt das dem Tier, wird es uns immer öfter herausfordern und schnell finden wir uns in der Situation, dass wir uns immer mehr bewegen  und das Pferd sich immer weniger! Es stellt dann jede weitere Anweisung in Frage und zweifelt uns an!

Diese unglückliche Dynamik belastet die Beziehung zwischen Mensch und Pferd sehr. Wie lässt sich der Teufelskreis durchbrechen? Durch einen Schritt zurück ins 1. Chakra, durch intensive Arbeit an der Verwurzelung! Es müssen sich starke seelische Wurzeln ausbilden, die uns Standhaftigkeit und Verankerung geben! Dann können wir klar, zielgerichtet und emotionslos aus unserer Kraft und Macht mit dem Pferd kommunizieren und willensstark Position beziehen. Je stärker meine innere Energie ist, umso weniger Aktion ist im Außen nötig!!

Finde ich mich in der Situation wieder, dass das Pferd die Oberhand gewonnen hat, ist es auch Zeit, einen Blick auf meine gesamte Lebenssituation zu werfen: Wo “bewegen” mich meine Mitmenschen? Tue ich Dinge, die ich eigentlich nicht tun will? Das “Bewegt werden” findet meist ganz subtil auf einer unbewussten Ebene statt und sorgt für bewusste und unbewusste Gefühle. Wir schieben diese meist einfach beiseite und dadurch stauen sie sich in Form von Belastungen und Blockaden an.

Starke Wurzeln helfen uns, immer besser den eigenen Standpunkt zu beziehen und zu halten und aus dem “bewegt werden” herauszukommen. Die Übungen “Individualraum festlegen” und “Wurzelatmung” (siehe Beitrag über das 1. Chakra), stärken unsere Fähigkeit, eindeutig unsere Grenzen zu setzen und zu wahren! Wichtig ist dabei, dass diese Übungen nicht nur gedacht, sondern über Denken, Wollen, Fühlen hin zum Handeln ausgeführt werden.

Seelenfähigkeiten: Eigene Kraft und Macht contra Verstand

Jeder von uns verfügt über ureigene Macht und Kraft, über Seelenfähigkeiten! Wir können nur erfüllt leben, wenn wir diese Fähigkeiten nutzen! Allerdings liegt in der heutigen Welt die Betonung stark auf dem Verstand. Entscheidungen werden überwiegend rational, vernünftig, berechenbar und logisch getroffen! Dabei laufen wir Gefahr, uns gerade gegen unsere Seelenfähigkeiten zu entscheiden! Denn der Auftrag der Seele scheint unserem Verstand doch oftmals risikoreich und unsicher, vielleicht sogar absolut irrational! Folgen wir der Stimme unserer innersten Wünsche dennoch, haben wir einen “Kompass”, der uns zu einem erfüllten Leben führt.

Ein paar Stolpersteine auf dem Weg dorthin gibt es jedoch: 

  • Alles Materielle hat Trägheit an sich. Lass’ Dich nicht in die Welt der Anderen ziehen.
  • Ein aktiviertes 3. Chakra ohne Auflösen der Teilpersönlichkeiten wirkt zerstörerisch.
  • Ein starker Wille erzeugt Gesundheit. Um diesen zu bekommen, mache ich Übungen zu Gelassenheit und richte mich damit auf das Wesentliche aus.

Durch die bewusste Konfrontation unseres Verstandes mit  unseren tiefsten Wünsche, also mit Situationen, die der Verstand als unsicher, irrational und unberechenbar einstuft, entstehen ideale Voraussetzungen für geistig-seelisches Wachstum! Gerade der Kontrast  macht Entscheidungen notwendig und befördert uns damit aus dem “geruhsamen” LebenPfad heraus hin zu uns selbst! Denn: Wer nur auf den ausgetretenen Pfaden des Lebens geht, darf sich nicht wundern, wenn er mit der Zeit abstumpft, innerlich leer und ausgebrannt ist!

Anerkennen der eigenen Wünsche ist für unsere innere Entwicklung sehr wichtig: Dadurch bekommt unsere Seele Orientierung und die Ereignisse des Lebens werfen uns nicht mehr aus der Bahn. Durch unsere Wünsche lernen wir, unsere Kraft und Macht in Anspruch zu nehmen! Hinter den Wünschen verbergen sich unsere Talente und Fähigkeiten, die verkümmern, wenn wir nur dem Verstand folgen.

Power Position=maximale Gelöstheit+ maximale Aufrichtung

Bereits minimale Verspannungen im Körper des Menschen übertragen sich auf das Pferd und verhindern, dass es gelöst ist. Diese Verspannungen haben immer eine emotionale oder mentale Ursache, die wir finden sollten. Verlangen wir vom Pferd, dass es locker und gelöst ist, müssen wir zuerst selbst auf allen Ebenen gelöst sein! Umgekehrt ist es also so, dass unser Partner Pferd uns  sowohl körperlich und mental als auch emotional und spirituell schult, da sonst eine wirklich tiefe gemeinsame Arbeit gar nicht möglich ist!

In den ersten beiden Modulen haben wir uns die Schritte zur körperlichen und die emotionalen Gelöstheit erarbeitet. Richten wir zusätzlich unsere Wirbelsäule maximal auf, öffnen die Schultern (“…, dass die Schulterblätter gefühlt in die Gesäßtaschen der Hose rutschen”)  und verwurzeln uns maximal bei maximaler Gelöstheit, gelangen wir zu unser persönlichen Power Position! Neben diesen “Mindestanforderungen” ist die Power Position bei jeder Person individuell: Jeder findet seine individuelle Körperhaltung, die genau seine persönliche Kraft und Macht ausdrückt! Unser Körper wird uns damit zum Zugang zum erhöhten Bewusstsein!

Wenn wir morgens bewusst die Power Position einnehmen und auf Zellebene “abspeichern” (gerne mit Hilfe der Trommel), fordert unser Körper uns immer wieder im Laufe des Tages auf, diese Position einzunehmen, zu halten und damit unsere persönliche Kraft und Macht in Anspruch zu nehmen. Diese Kraft und Macht aus der Tiefe der Seele sind die richtige Energie, um unsere Wünsche wahr werden zu lassen!!

Power Position mit dem Pferd

In der Arbeit mit dem Pferd nehmen wir ebenfalls diese neutrale Power Position ein. Wir reagieren also nicht, sondern geben nur durch unsere Absicht Energie in die Außenlebenssphäre des Pferdes! Zwei Gedankenbilder können uns dabei beim Üben helfen: Wir können bewusst und  gezielt aus dem Sonnengeflecht im Bereich des Bauches feinstoffliche Energie austreten lassen. Diese stellen wir uns als hellen Strahl vor, den wir auf andere Lebewesen fokussieren  und ihnen damit “psychische Mitteilungen” schicken können. Sind diese Mitteilungen klar, bestimmt und wohlmeinend, wird unser Gegenüber sie befolgen. Um das Pferd zu lenken, hilft die zweite Vorstellung: Aus unseren Schultern “wachsen” zwei Balken, die das Tier vorne und hinten “beschränken”.  Durch das Verändern der Position der einzelnen Schultern  kann ich das Tier dirigieren! 

Das Ziel von Modul 3

In der praktischen Arbeit ist  das Ziel von Modul 3, dass sich das Pferd in der gewünschten Gangart und in der gewünschten Richtung um den Übenden bewegt. Dieser bewegt sich möglichst wenig und seine sichtbaren Anweisungen an das Pferd sind minimal.

Belinda und ich

Zwei, die sich verstehen: Belinda und ich

Als Übender bin ich mir meiner Energie und deren Wirkung auf mein Umfeld bewusst. Die Fokussierung der inneren Energie kann ich immer mehr auf meinen Alltag übertragen und erreiche damit mit weniger Aufwand mehr. Diese Fähigkeit meine Energie auszurichten, also kongruent zu sein, wird mir eine große Hilfe in unserer schnelllebigen Zeit sein. Das weitere Üben mit dem Pferd zeigt mir, ob ich auf Dauer meine innere Energie halten kann. Oftmals stiehlt uns der Alltag so viel von unserer Kraft und Macht, dass wir nochmals ein paar Schritte zurückgehen und uns erneut “aufbauen” müssen.

 

 

 

Es wird jetzt eine größere Pause in dieser Beitragsreihe geben, da ich erst im Oktober die Module 4 bis 7 besuchen werde. Natürlich berichte ich Euch dann wieder über meine Erfahrungen!! Bis dahin werden aber noch zu anderen Themen Beiträge erscheinen! Viel Spaß beim Schmöckern und lasst Euch Eure Energie nicht stehlen!!

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Emotionen sind Brennstoff für unsere Bewusstwerdung

Hier kommt jetzt endlich mein Bericht zum zweiten Modul der Raidho Healing Horses am Gardasee. Vielleicht haben Sie ja schon den Bericht über das erste Modul der Raidho Healing Horses gelesen?

In den folgenden zwei Tagen haben wir uns mit unseren Emotionen beschäftigt. Sie sind wichtige Helfer auf dem Weg der Bewusstwerdung. Wenn wir Gänseblümchen mit Herzensie richtig nutzen! Durch die Arbeit im 1. Chakra sind wir gut geerdet. Nur unter dieser Voraussetzung können wir die Emotionen einladen, zu uns zu kommen! Dann werfen sie uns nicht aus der Bahn bzw. verschieben uns, sondern können uns ihre Botschaft überbringen. Diese ist zwar oft schmerzhaft, aber unterdrücken wir sie, schneiden wir uns von uns selbst ab. Wie gehen wir dann richtig mit ihnen um? Gehen Sie mit uns die nächsten Schritte und sehen Sie selbst!

Geduld ist Grundlage

In der Arbeit mit Raidho Healing Horses und dem 2. Chakra soll die Geduld angeregt und gestärkt werden, denn ohne Geduld ist bei Pferden nichts zu erreichen! In einem zeitlich begrenzten Rahmen “mal kurz” etwas machen, das funktioniert nicht! Dann ist es besser, nichts Bestimmtes zu fordern und einfach nur die gemeinsame Zeit zu genießen.

Mit Geduld zu arbeiten, heißt aber auch, an alle Übungen ohne jegliche Erwartungen und Druck heranzugehen und einfach nur Freude am Zusammensein mit dem Tier zu haben.  In so entspannter Atmosphäre gelingen plötzlich Übungen, die wir nie für möglich gehalten hätten.

Geduld in mein Leben, und damit auch in meine Arbeit, zu integrieren, heißt auch, mich selbst genau zu beobachten und mir bewusst zu werden: Wann falle ich aus der Geduld? Welche Gefühle verdrängen die Geduld? Ungeduld, Wut, Aggression, Frust, Verzweiflung oder Ohnmacht?

Gefühle als Botschafter

Diese Gefühle, die in der Arbeit mit dem Tier auftreten- besonders dann wenn etwas nicht funktioniert-, haben immer eine Botschaft für uns. Darum sollen wir sie auch nicht unterdrücken, sondern an die Oberfläche kommen lassen- sie “anschauen”-, damit wir die Botschaft dahinter verstehen! Unseren “inneren”, seelischen Raum können wir nur über unsere Empfindungen und Gefühle erkunden! Sie zeigen uns, wo unsere seelischen Baustellen liegen, wo Seelenanteile verschüttet oder unterdrückt wurden.

Bei vielen anderen Methoden führt und begleitet ein Therapeut diese Prozesse. Grundsätzlich ist daran nichts auszusetzen. Es besteht allerdings die Gefahr, dass die Barriere zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein des Behandelten- dort befinden wir uns nämlich beim Thema “Gefühle”- zu schnell und zu drastisch überschritten wird! Dieses Grenze schützt uns im alltäglichen Leben vor ständigen Belastungen durch vergangene Erlebnisse. Natürlich liegt sie bei jedem Menschen irgendwo anders! Deshalb kann es bei einem Prozess, der durch einen Therapeuten unterstützt wird, passieren, dass dieser zu schnell oder in einer Weise, die für den Behandelten unpassend ist, vorgeht. Das kann dann zu seelischen Belastungen beim Behandelten führen!

Die unschätzbare Qualität von Raidho liegt darin, dass der Übende sein eigenes Tempo und seinen eigenen Weg wählt! Er hat einen Begleiter um sich seiner Erkenntnisse bewusst zu werden und immer wieder Bestand und Ermutigung zu erfahren. Seinen Prozess bearbeitet er jedoch selbst! Wir dürfen allerdings nicht dem Irrglauben erliegen, dieser Weg sei einfacher. In der Arbeit mit dem Pferd wollen wir esFrau mit Pferd schaffen, immer wieder in die “neutrale Position” kommen zu können- also in die physische und die emotionale Gelöstheit. Dazu müssen wir erst einmal unsere inneren Blockaden erkennen und diese konditionierten Energien entlassen!

Am effektivsten geschieht dies in Momenten des Scheiterns: Der Begleiter stellt uns also eine Aufgabe mit dem Pferd, die wir nicht erfüllen können! Er lässt uns zunächst machen, fragt dann nach unseren Gefühlen und beobachtet das Zusammenspiel mit dem Pferd. Meistens kommen sehr schnell Emotionen hoch, die sich oft genau im Körper lokalisieren lassen, eine bestimmte Form und Farbe haben. Oft ist es ein “alter Bekannter”, den wir schon aus früheren Situationen kennen und schon lange mit uns herumschleppen! Wir sind uns dessen nun bewusst geworden und können selbst entscheiden, ob wir dieses Gefühl behalten oder die leere Gefühlshülse entlassen! Mit der Erlösung dieser blockierten Energien sind wir alleine völlig überfordert. Daher ist es hilfreich, an dieser Stelle die höchste Macht um Unterstützung zu bitten und so lange in die Wurzeln zu atmen, bis wir wieder “neutral” sind. Nun haben wir Raum für Freude, Glück und Zufriedenheit geschaffen!!

Emotionen wirken über uns hinaus

Die Arbeit mit Tieren ist nur erfolgreich, wenn wir eindeutig und emotionslos d.h. auch ohne fixe Erwartungen sind. Das hört sich so einfach an, doch wir verwechseln  emotionslos gerne mit kalt, streng und unbarmherzig! Unsere unbewussten chaotischen Gefühlsströme erzeugen bei den Tieren Unbehagen! Für ein Pferd ist es ein großer Unterschied, ob die Peitsche ohne Emotion knallt oder mit! Ersteres ist eine reine Aufforderung zur Arbeit, der es gerne nachkommt. Im zweiten Fall wird das Tier unruhig und möchte fliehen. Der Erfolg der Arbeit hängt also maßgeblich davon ab, dass wir in unserem Denken, Wollen, Fühlen und Handeln stimmig sind! Die Tiere brauchen aber auch die Möglichkeit, längere Zeit ganz aus unserem Gedankenfeld herauszukommen  und in der unberührten Natur Ruhe zu finden.

Wenn die Übungen mit dem Pferd nicht funktionieren, kommen Emotionen hoch. Vorbei ist es mit dem Handeln aus der Ruhe, Geduld, Sanftmut und Klarheit! Wir haben die Herrschaft verloren und werden beherrscht! Doch es gibt einen Weg konstruktiv mit den Gefühlen umzugehen und der heißt “Hinsehen”: Entsteht ein Gefühl, sollen wir innehalten, uns dessen bewusst werden, nach seiner Botschaft fragen und es dann entlassen. Denn gestaute negative Gefühle schaden unserem Körper und unserer Gesundheit. Sie behindern das freie Fließen der Energie in uns!

Wir wollen auch daran denken, dass Freude unsere natürliche Seins-Ebene ist!! Der Blick in die Fabriken und Büros sagt anderes, das weiß ich. Doch es ist so! Freude entsteht durch die völlige Präsenz im jetzigen Moment! Das Grübeln über “Was war” und “Was sein wird” ist abgestellt! In diesem Zustand geht die Arbeit mit den Tieren wie von selbst, denn sie lieben die heitere Atmosphäre ohne jegliche Absichten! Es ist also tatsächlich so: Wer Freude gibt, empfängt noch mehr Freude!! Das gilt sowohl für die Beziehung Mensch-Tier als auch Mensch-Mensch! Obwohl wir alle schon selbst die Erfahrung gemacht haben, dass mit Freude und Leichtigkeit alles besser geht, sind Anspannung, Stress und Frust weit verbreitet. Warum? Weil wir alle glauben, dass nur Druck und Entbehrung zum Ziel führen! Auch hier können uns die Pferde also sehr viel beibringen!

Fehlt Ihnen etwas?

In der modernen Psychologie wie auch im Schamanismus besteht die Vorstellung, dass Traumata Energie abziehen und diese in der Seele an anderer Stelle fehlt. Wir haben dann das Gefühl, uns fehlt etwas und machen uns -meist unbewusst- auf die Suche. Der Schlüssel um diese verlorenen Seelenanteile zurück zu holen, ist, bewusst in diese Gefühle des Mangels und der Unvollständigkeit hinein zu gehen. Durchlaufen wir diesen Prozess selbst -mit dem Pferd und einem Begleiter-, drängt uns niemand. Alles verläuft so, wie wir es im Moment verkraften! Kommen in der Arbeit oder im Moment des Scheiterns Erinnerungen an vergangene Situationen hoch, in denen wir uns ähnlich gefühlt haben, ist das ein Zeichen dafür, das wir nun in den Bereich eines verlorenen Seelenanteils gekommen sind und diesen zurückholen sollten.

Wie kraftvoll dieser Prozess und die Integration des verlorenen Anteils verläuft, hängt maßgeblich von der Energie des Begleiters ab! Es liegt an ihm, den Übenden so zu führen, dass  er die frühere Situation, in der das Gefühl zum ersten Mal da war, noch einmal möglichst lebhaft durchläuft! Gleichzeitig muss der Begleiter neutral bleiben, um den Prozess nicht mit seinen Energien zu stören! Der Prozess ist nämlich viel mehr als das reine Erfassen eines Traumas über den Verstand. Der Betroffene kommt mit der traumatischen Situation und der darin gefangenen Energie in Kontakt! Das kann im Moment sehr belastend sein. Es ist jedoch ein Meilenstein auf dem Weg der Bewusstwerdung und danach fühlen wir uns gesünder und vitaler.

Das Pferd mit seiner starken Verwurzelung in der Gegenwart, zieht den Menschen, der dafür bereit ist, regelrecht in den Prozess: Der Übende überschreitet sehr schnell die Grenze des Verstandes hin zum erweiterten Bewusstsein. In diesen Bereich dringen sonst nur Schamanen vor!

Geben Sie Ihren Wünschen Raum in Ihrem Leben

Haben Sie sich schon mal gefragt: “Was würde ich gerne täglich tun?”, “Was lässt mich die Zeit vergessen?” ,”Wie sähe mein Leben aus, wenn ich es ohne Einschränkungen gestalten könnte?”.

Sich seiner tiefsten Mann im SonnenaufgangWünsche bewusst zu werden, ist ein weiterer Schritt um in die Kraft zu kommen. Wünsche zeigen uns die Richtung und unseren Platz im Leben! Unterdrücken wir sie -bewusst oder unbewusst- schlagen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit einen falschen Weg in unserem Leben ein. Der Verstand findet den gewählten Weg vermutlich gut, doch insgesamt fühlen wir uns unzufrieden, unglücklich oder eingeschränkt. Wir haben bei unserer Entscheidung nämlich die Intelligenzen unseres Körpers und unseres Herzen einfach übergangen! Sie mit einzubeziehen und den tiefsten Wünschen Raum zu geben -oft entgegen jeglicher Rationalität- ist ein steiniger Weg, den nur wenige gehen! Dabei ist genau das die ursprüngliche natürliche Weise, Entscheidungen zu treffen! Anfangs plagen einen Schuldgefühle und Zweifel, weil die Wünsche doch meistens ganz anders als die gelebte Realität sind. Soll ich wirklich mein bisheriges Leben über den Haufen werfen, alles in Frage stellen und mich komplett neu ausrichten?

Wenn wir diese Phase überwunden haben, treibt uns die Aussicht auf Freiheit, Freude, Kraft und Zufriedenheit immer weiter. Da wir wissen, dass wir uns richtig entschieden haben, sind Entbehrungen leicht zu ertragen. Mit dem Bewusstwerden und Realisieren unserer Wünsche werden die Teilpersönlichkeiten, die schmerzhaften Erfahrungen in uns, immer schwächer.

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Raidho Healing Horses: Gardasee

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Video von Sonja in Gargnano, bei den Raidho Healing Horses

Mehr als nur eine Fortbildung  Chakren

Als aufmerksamer Besucher meiner Seite haben Sie vor Ostern  sicher meinen Hinweis gesehen, dass ich zur Fortbildung am Gardasee war. Doch es war viel mehr: In den sechs Tagen sind die Raidho Healing Horses erste Schritte zu einem bewussteren Leben mit uns gegangen. Die Seminarleiterin Alexandra Rieger hat die Ausbildung zum Raidho-Trainer selbst konzipiert. Die Grundlage dafür ist die Lehre von den sieben Energie-Chakren.

Wir leben weitgehend unbewusst

Gleich zu Beginn haben wir erfahren, dass wir größtenteils unbewusst leben: Nur 7% unseres Seins erfassen wir mit dem Verstand und steuern es bewusst. Die anderen 93% laufen von uns völlig unbemerkt ab. Und genau diese unbewusste Seite ist die Kommunikationsebene, die unsere Tiere verstehen!! Mit unserem rationalen Denken können Tiere gar nichts anfangen! Wie können wir also zu mehr Bewusstsein im Unbewussten kommen? Eine Möglichkeit für mich ist die Arbeit mit Raidho Healing Horses.

Geerdet sein durch “Wurzelatmung”

Diese Übung ist ein wichtiger Bestandteil von Raidho Healing Horses

Die zentrale Übung um Standfestigkeit zu entwickeln und für das Pferd “sichtbar” zu werden, ist die “Wurzelatmung“: Wir stellen uns vor, dass aus unseren Fußsohlen Wurzeln in die Erde wachsen. Sie geben uns Halt und zusätzlich die Möglichkeit, Spannungen, die sich in uns aufbauen, über sie in die Erde zu entlassen.

Wie das geht? Zunächst zeichnen wir mit einem Stock oder einem Stick* einen gut erkennbaren Kreis um uns auf den Boden. Das ist unser Individualraum!! Wir stellen uns dann mit geschlossenen Augen in das Zentrum dieses Kreises und legen unsere Aufmerksamkeit auf unsere Atmung: Beim Einatmen stellen wir uns vor, dass wir über Wurzeln an unseren Fußsohlen Energie aufnehmen, die bis in den Kopf steigt. Beim Ausatmen lassen wir über dieselben Wurzeln alle Anspannungen, alles Verbrauchte, was uns belastet, in die Erde. Das kann etwas dauern! Geben Sie sich die Zeit!  Mit jedem Atemzug werden unsere Wurzeln immer länger und kräftiger! Durch das bewusste Atmen kommen wir in die “neutrale Position”- die vollständige Entspannung. Diese ist wichtig für die Arbeit mit Tieren, aber fast noch wichtiger für das tägliche Leben!

Grenzen erkennen und respektieren

Sobald wir die “neutrale Position” erreichen, werden wir für das Tier energetisch wahrnehmbar und können eine Beziehung zu ihm aufbauen. Das Ziel der ersten Übungen mit dem Tier ist, dass der aufgezeichnete Individualraum um uns gewahrt bleibt. Das Tier darf sich auf keinen Fall dauerhaft darin aufhalten! Betritt es ihn, schicken wir es konsequent wieder hinaus! Dabei muss uns aber immer klar sein, dass das Tier nicht absichtlich in unseren Raum tritt, um uns zu testen: Wenn es sich darin aufhält, existiert dieser Raum bislang nur Grenzenauf unseren gedanklicher Ebene und nicht auf energetischer! Wir sollten uns dann sofort nochmals mit der Wurzelatmung erden und uns folgende Fragen stellen: Stehen wir wirklich mit unserem ganzen Willen hinter dem, was wir vom Tier verlangen? Oder sind wir abgelenkt? Vielleicht auch selbst von unserem Tun nicht überzeugt? Fühlen wir denn selbst die Grenzen, die wir da “verteidigen” wollen? Wenn da Unsicherheiten auftauchen, ist klar: Unsere Absicht ist noch eine reine Gedankenkonstruktion! Eine sehr wichtige Einsicht, die ich bei Raidho Healing Horses zuerst lernen musste!

Gehen wir jetzt gedanklich noch mal einen Schritt weiter in unsere zwischenmenschlichen Beziehungen: Wie oft überschreitet irgendwer ungefragt Ihre Grenzen! Wie oft sagen Sie “ja” und meinen “nein”? Genau die Anliegen und Absichten, die unser Pferd bei uns nicht wahrnimmt, nehmen auch unsere Mitmenschen nicht wahr!!!! Leider ist das zwischen Menschen weniger deutlich erkennbar. Wenn es uns gelingt, einem Tier klare Anweisungen zu geben, werden sich auch unsere zwischenmenschlichen Beziehungen verändern und verbessern! 

Sanft, aber bestimmt Grenzen setzen ist nichts Schlimmes, obwohl uns das oft so vorgegaukelt wird. Eher das Gegenteil ist der Fall: Durch eindeutige Grenzen erwerben wir uns den Respekt und die Achtung unserer Mitmenschen! Und schaffen uns selbst Platz in unserem Raum, den wir mit unserer Kreativität, unseren Wünschen und Träumen füllen können!

Dankbarkeit für das, was wir haben

Die Dankbarkeitsübung ist ein weiterer wichtiger Bestandteil von Raidho Healing Horses.

In einer Zeit, in der immer mehr als selbstverständlich angenommen wird, scheint Dankbarkeit eine zwar schönen aber veraltete Eigenschaft zu sein. Wirklich? Was “machen” wir wenn wir dankbar sind: Wir sehen in der Situation das Gute, das Schöne, das für uns Lehrreiche! Wir richten uns also auf die positiven Aspekte aus! Unsere Wahrnehmung ändert sich. Bei der Flut an negativen Meldungen, die jeden Tag über uns hereinbricht, ist schon eine ordentliche Portion an Selbsterziehung und Selbstdisziplin notwendig, um von Herzen dankbar sein zu können. Doch was gewinnen wir: Dankbarkeit erzeugt in uns Vertrauen. Dankbarkeit und Vertrauen zusammen schaffen Fülle in unserem Leben! Was heißt das nun für unsere Beziehung zum Tier und zu unseren Mitmenschen? Wenn aus unserer Dankbarkeit in uns Vertrauen entstanden ist, strahlen wir das aus. Die Lebewesen in unserer Umgebung – Mensch wie Tier- merken das und nähern sich uns ohne Skepsis.

Vertrauen – Grundlage für ein zwangfreies Arbeiten

Vertrauen ist von zentraler Bedeutung für die seelische Ausgeglichenheit. Schauen wir die gewaltigen Menge an negativen Schlagzeilen, an Hiobsbotschaften und oft künstlicher Panikmache, die täglich kursieren, verstehen wir mit einem Mal, warum so viele Mitmenschen psychisch leiden: Wir speichern die schlechte EneRaidho Healing Horses: Fast wie Rakirgie, die von diesen Meldungen ausgeht, in unserer Seele und projektieren sie in unsere Außenlebensphäre. Sie werden zu unseren Überzeugungen! Und wir ziehen damit weitere negative Energie an! Da das Negative so mehr und mehr Raum in uns gewinnt, verlieren wir mit der Zeit das Vertrauen ins Leben. Tiere spüren diesen unausgeglichenen Zustand und die seelische Anspannung sofort! Besonders Pferde folgen einem solchen Menschen nicht, obwohl er oder sie vielleicht eine nahezu perfekte Arbeitstechnik hat!! Zuerst muss der Mensch völlig entspannt sein.

Bei Raidho Healing Horses habe ich Vertrauen neu gelernt, zu mir und zu den Tieren!

Disziplin – der Motor der Entwicklung

Noch so eine alte Tugend aus Omas Schatztruhe denken Sie jetzt sicher. Doch es eben tatsächlich so, dass jede Art von Entwicklung -von der Neuentwicklung in der Industrie bis zur persönlichen Entwicklung auf geistig-seelischer Ebene- ein Aneinanderreihen von vielen einzelnen kleinen Schritten ist. Und jeder dieser Schritte muss gegangen werden!! Vom Denken über das Umsetzen und das Anpassen zum Erleben! In der Beziehung zwischen Mensch und Tier sorgt Disziplin dafür, dass sich das Tier vertrauensvoll orientiert. Ohne Disziplin stellt es uns immer wieder in Frage und wird für uns unberechenbar. Daher ist Disziplin für Raidho Healing Horses extrem wichtig!

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