Skitour mit Hund

Skitour mit Hund

Skitour mit Hund

Noch sind Hunde auf Schneeschuhtour oder Skitour eine Seltenheit

Ist Ihnen im Winter schon mal ein Hund-Mensch-Team auf Skitour oder Schneeschuhtour begegnet? Wahrscheinlich nicht. Aber das heißt natürlich nicht, dass es unmöglich ist, eine Schneeschuhtour oder Skitour mit Hund zu machen. Es kommen nur relativ wenige darauf, es einfach mal  zu probieren. Unsere eigene Erfahrung ist jedoch durchweg positiv. Andere Schneeschuhgänger, Winterwanderer und Rodler bleiben staunend und verzückt stehen und beäugen uns ungläubig wenn wir auftauchen: Unser Hund an der Flexi-Leine* geht voraus, dann folgen mein Mann mit den Schneeschuhen* und ich auf Tourenski*. Kann das wirklich funktionieren?

Einige Regeln für die Skitour mit Hund machen es möglich

Damit die Skitour mit Hund für alle ein schönes Erlebnis wird, gibt es in unserem „Tourenteam“ einige hilfreiche Regeln. Diese möchten wir Ihnen hier gerne vorstellen.

Beim Aufstieg und in unübersichtlichem Gelände bleibt unser Hund an der Leine

Bergauf sind Sie erfahrungsgemäß mit sich selbst beschäftigt und müssen vielleicht sogar zuerst eine Spur legen. Außerdem schränken sowohl die Schneeschuhe als auch die Ski die eigene Wendigkeit ein. Darum bleibt unser Hund in dieser Situation an der Leine. Ein Zugeständnis an seine Freiheit und unsere Sicherheit ist eine 5m-Flexi-Leine*: Der Hund kann sich somit zumindest ein bisschen unabhängig vom Menschen bewegen. Der automatische Aus- und Einrollmechanismus sorgt für eine stets gespannte Leine und verhindert somit Stolpern oder Stürzen über eine zu lange Leine. Diese Regel und Materialempfehlung lässt sich auch im Sommer auf das Wandern anwenden. Obwohl Schleppleine* und Jagdleine* sonst unsere Favoriten sind, so haben sie  sich für diese Anwendungen aus dem genannten Grund als wenig geeignet entpuppt.

Breiter Weg = Hund voraus,
Schmaler Weg = Hund hinterher

Sie haben auch einen vierbeinigen Outdoor-Enthusiasten? Dann könnte unsere zweite Regel für Sie sowohl im Winter auf Skitour mit Hund, als auch im Sommer beim Wandern  sinnvoll sein. Wie allgemein bekannt, sind Hunde durchschnittlich etwas schneller unterwegs als wir Menschen. Daraus entstehen immer wieder gefährliche Situationen, insbesondere auf schmalen Steigen. Der Hund macht einen eleganten Sprung und überwindet das Hindernis mit einem Satz. Sein Mensch am anderen Ende der Leine wird ruckartig den Berg hinauf- oder hinuntergerissen. Das kann dann sehr gefährlich sein, speziell im Winter. Unsere Lösung ist das Kommando „hinten“. Auf schmalen Pfad geht der Hund hinter dem Menschen bzw. im Winter in dessen Spur. Damit ist die Gefahr gebannt! Hört sich einfach an, aber wir sind ehrlich: Auch unsere Fellnase hat öfters mal eine andere Vorstellung als wir, was noch als breiter Weg zu werten ist 😉

Gemeinsame Rast am Tourenziel

Hund macht Pause

Hund macht Pause

Der Lohn einer gemeinsamen Schneeschuh- und Skitour mit Hund ist der Gipfel oder eine Berghütte bzw. im Mittelgebirge auch mal ein Berggasthof. Wo auch immer wir angekommen sind, eines ist Fakt: Wir haben alle was geleistet, auch unser Hund. Darum ist in unserem Tourenrucksack* stets auch eine Ration Futter und eine spezielle Wasserflasche*  für ihn. Und noch ein wichtiger Tipp fürs Einkehren: Fragen Sie in der Berghütte oder dem Berggasthof zuerst nach und treten Sie dann erst mit dem Hund ein. Das verhindert unliebsame Diskussionen und die Achtung der Wirtsleute ist Ihnen gewiss. Wenn Sie dann noch einen Sitzplatz mit trockenem Boden und ohne Zugluft wählen, so punkten Sie mit Sicherheit auch bei Ihrem Vierbeiner.

Geordnete Rückkehr ins Tal

Der Heimweg ins Tal erfolgt dann, je nach Konstellation, gemäß oder abweichend von der Regel für den Aufstieg (siehe oben).

Bei einer Gruppe aus Tourenski-Fahrern mit Hund ist es am Besten, wenn Sie den Hund frei laufen lassen. Das Fahrtempo ist dann so zu wählen, dass man den Hund jeder Zeit im Blick hat und er gut mit den Skifahrern mithalten kann. In unserer gemischten Gruppe aus Hund, Schneeschuhgänger und Tourenski-Fahrer differenzieren wir da ein wenig. Bei übersichtlichem Gelände, ohne weitere Gruppen und Gefahren, darf der Hund frei laufen. Dabei hält er sich überwiegend irgendwo zwischen meiner Abfahrtsspur und dem Abstiegsweg meines Mannes auf. Wird der Weg unübersichtlich und eng oder führt durch ein Naturschutzgebiet, dann kommt der Hund zum Schneeschuhgänger an die Leine. Zur Sicherheit haben wir meistens noch eine Hundepfeife* dabei, um unseren oftmals „schwerhörigen“ Vierbeiner zurück zu rufen.

Viel Spaß beim Umsetzen der Tipps und vielleicht sehen wir uns ja mal an einem großen oder kleinen Berg. Hier noch einige Impressionen von einer winterlichen Tour in unserer Heimat, dem Nordschwarzwald*.

 

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